Tag 3 / Day 3

Da auch heute wieder der Jetlag seine Grüße da lässt, bin ich wieder sehr früh wach. Aber das ist auch gut so, da ich eh geplant hatte um 6 Uhr im Zion NP zu sein. Man braucht zwar keine Timed Entry Reservierung, aber so früh ist es noch nicht so voll und man kann gleich mit dem ersten Shuttle in den Park fahren. Interessanterweise war am Eingang keines der Kassenhäuschen besetzt. Lt. der NP Seite wird dann bei Ausfahrt abkassiert bzw. der America the Beautiful Pass kontrolliert. Mir war es egal, da ich den Pass hatte und eh kostenfrei in die NP komme.

Wenn man im Zion NP die Zion Canyon Rd langfahren möchte bzw. zu den daran gelegenen Trails möchte und nicht in der Zion Lodge übernachtet, muss man den Shuttle nehmen. Für PKW ist das hier die meiste Zeit gesperrt.

Die Parkplätze am Visitor Center waren für diese Uhrzeit doch schon recht voll, aber ich habe ohne Probleme direkt hinter dem Visitor Center einen gefunden. Also Wanderschuhe an, Rucksack geschnappt und am zum Shuttle.

Kurz nach 6 Uhr gings dann auch schon los. Ich bin direkt zum Endpunkt gefahren, da ich als erstes den Riverside Walk Trail laufen wollte. Zu der Zeit echt wunderschon und super ruhig. Ich bin eine gute halbe Stunde gelaufen bis ich zum Beginn der sog. Narrows gekommen bin. Von hier kann man in die Narrows laufen, aber dazu benötigt man wasserfestes Schuhwerk und ein Wanderstock wird dringend empfohlen. Man läuft hier nämlich durch den Fluss zwischen zwei Felswänden (Narrows). Da ich aber beides nicht hatte bin ich zurück zum Shuttle. Aber damit bleibt Grund noch einmal herzukommen. 😊

Mit dem Shuttle bin ich dann bis zum The Grotto gefahren. Von hier dann zu Fuß weiter zur Zion Lodge als Ausgangspunkt zum Lower, Middle und Upper Pool. Das war eine spannende Wanderung. Nicht nur auf Grund des Weges an sich, sehr unwegsam, einiges an Kletterei über Felsen sondern auch weil man den Weg nicht wirklich findet um vom Lower zum Middle Pool zu kommen.

Am Lower Pool dachte ich, ich sei schon am Middle Pool. Es stand nirgends auch nur ein Schild. Weder an welchem Pool man war noch wo es zu den anderen langgeht. Also habe ich, wie viele andere auch, den logischsten Weg genommen. Der führte aber in eine Sackgasse. Wir haben uns dann zusammen getan und den richtigen Weg gesucht und dann auch gefunden. Witzig durch welche Umstände man mit anderen in Kontakt kommt und sich Gemeinschaften bilden. Hier waren auch viele ältere Menschen mit bei, die sich diesen Trail angetan haben. Mein voller Respekt dafür.

Der Aufstieg zum Upper Pool war dann doch ziemlich heftig. Nicht nur wegen der Steile sondern auch, da der Weg größtenteils aus Steinen bestand, die dann zum großen Teil auch noch mit Sand bedeckt waren. Dadurch war das eine echt rutschige Angelegenheit. Am Upper Pool angekommen musste dann erstmal eine Pause sein. Wenn nicht so viele Menschen hier gewesen wären, wäre das ein echt toller Ort zum Ausruhen und Entspannen. Auch wenn um diese Uhrzeit noch nicht allzu viel los war.

Der Rückweg ging dann glücklicherweise bergabr und dann am Middle Pool vorbei. Hier war er also. 🤣 Man hat das auf den Karten echt nicht wirklich sehen können.

Am Ende war ich dann insgesamt ca. 1,5 Stunden unterwegs. Was jetzt nicht wirklich lang war, aber durch den Aufstieg doch sehr anstrengend.

Ja es gibt hier noch den Angels Trail, der noch steiler und anstrengender, aber auch viel gefährlicher ist. Man benötigt hier eine Permit (eine Genehmigung), dass man den Aufstieg zum Endpunkt laufen darf. Das ist am Ende wie eine Lotterie, an der man rechtzeitig teilnehmen muss. Ich wollte das aber von vornherein nicht.

Daher ging es für mich mit dem Shuttle Richtung Visitor Center. Da ich aber noch ein Stück wandern wollte, bin ich zwei Stationen weiter wieder ausgestiegen und den Pa'ru Trail zum Visitor Center gelaufen. Unterwegs kommt man noch am Museum vorbei, aber hier muss man nicht extra her. Es ist nicht wirklich besonders. Nach gut 5 Minuten bin ich wieder rausgewesen. Den Rest bis zum Visitor Center bin ich dann doch gefahren. Die Füße taten dann doch schon ordentlich weh.

Am Visitor Center musste dann das obligatorische Gift Shopping sein. 😁 Es gibt ja immer wieder tolle Dinge, die man mitnehmen kann. Bei mir sind es überwiegend TShirts, Pullis und Magnete.

Ich wollte dann eigentlich mit dem Auto noch zum Canyon Overlook. Das war hier aber so voll, dass ich keinen Parkplatz gefunden hatte und unverrichteter Dinge wieder zurück zum Hotel gefahren bin.

Auch wenn ich recht früh (ca. 14 Uhr) wieder am Hotel war, habe ich durch den frühen Start alles geschafft, was ich machen wollte.

Also Füße ausruhen, die werden noch gebraucht auf diesem Trip. 😁